The World of Wonders

flattr this!

die bbc, die british broadcasting corporation, ist ja nicht erst seit gestern bekannt dafür ein paar sehr gute dokus zu machen. an dieser stelle möchte ich zwei davon empfehlen, die sich meines erachtens auf jeden fall für diejenigen lohnen, die sich zum einen für astronomie und zum anderen für mathematik interessieren:

gestern lief – wie ich dank rené (aka nerdcore) erfahren hab – der erste teil der doku wonders of the universe, die durch astrophysiker brian cox präsentiert wird. heute kann man die hd-version des ersten teils bereits auf youtube sehen, und lasst euch gesagt sein: es lohnt sich!

in this episode, brian seeks to understand the nature of time and its role in creating both the universe and ourselves. from an extraordinary calendar built into the landscape of peru to the beaches of costa rica, brian explores the cycles of time which define our experience of life on earth. but even the most epic cycles of life can’t begin to compare to the vast expanse of cosmic time. source: bbc

(youtube direktwonders, via nerdcore)

desweiteren bin ich über die doku “the story of maths, the language of the universe” gestoßen, die von oxford professor marcus du sautoy präsentiert wird.  auch diese doku kann man auf youtube anschauen kann, und zwar in den teilen 1, 2, 3 und 4 – danke dafür, liebes internet!

viele worte braucht man nicht…

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…um die bilder von alex cherney zu beschreiben, denn in der regel sprechen sie für sich. alex cherney ist ein amateurfotograf aus australien, der mit ganz ansehnlichem equipment unglaublich fantastische bilder macht – und das im wahrsten sinne des wortes, denn er fotografiert den himmel. mittlerweile findet sich auch cherney’s website terrastro ein grandioses bilderarchiv.

vor kurzem erwählte nasa’s astronomy picture of the day (apod) eines von cherney’s bildern zum astronomy picture of the day (23. august 2010). jenes bild zeigt eine aufnahme der milchstrasse, welche cherney in der loch ard gorge in australien fotografierte. die aufnahme ist so gelungen, dass man an den felsen den schatten sehen kann, den diese im licht der milchstrasse werfen.

cherney hat sich u.a. zu dieser aufnahme die mühe gemacht, die zeitraffer-fotografien zu kurzen filmen zusammenzuschneiden. hier dieser unglaubliche film:

water dance from alex cherney on vimeo.

auch die anderen videos von cherney bieten fantastische zeitrafferaufnahmen.

a guided tour through our solar system

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vor kurzem geisterte eines der grafischen machwerke vom visual artist licoti durch das netz – nämlich ein 30.000 pixel breites bild unseres sonnensystems, das übrigens auf wikicommons zum download bereit steht (achtung ladezeit!). diese 30.000 pixel entsprechen übrigens gut 492cm!

licoti hat sich nunmehr die mühe gemacht auch eine guided video tour durch dieses bild zu erstellen. sowohl umsetzung, als auch soundtrack dazu finde ich großartig!

quelle: youtube.com (lässt sich hier auch in höherer auflösung anschauen)

wow!

von der literarischen betrachtung des eigentlichen und klar umrissenen nichts

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einer meiner großen literarischen helden, kurt tucholsky, hat unter einem seiner synonyme, peter panther im jahre 1931 ein sehr lesenswertes essay “zur soziologischen psychologie der löcher” veröffentlicht, dass ich an dieser stelle gern teilen möchte.

ein loch ist da, wo etwas nicht ist.

das loch ist ein ewiger kompagnon des nichtlochs: loch allein kommt nicht vor, so leid es mir tut. wäre überall etwas, dann gäbe es kein loch, aber auch keine philosophie, und erst recht keine religion, als welche aus dem loch kommt. die maus könnte nicht leben ohne es, der mensch auch nicht: es ist beider letzte rettung, wenn sie von der materie bedrängt werden. loch ist immer gut.

wenn der mensch “loch” hört, bekommt er assoziationen: manche denken an zündloch, manche an “knopfloch” und manche an goebbels.

das loch ist der grundpfeiler dieser gesellschaftsordnung, und so ist sie auch. die arbeiter wohnen in einem finstern, stecken immer eins zurück, und wenn sie aufmucken, zeigt man ihnen wo der zimmermann es gelassen hat, sie werden hineingesteckt, und zum schluss überblicken sie die reihe dieser löcher, und pfeifen auf dem letzten. in der ackerstrasse ist geburt fluch; warum sind diese kinder auch gerade aus diesem gekommen? ein paar löcher weiter, und das assessorexamen wäre ihnen sicher gewesen.

das merkwürdigste an einem loch ist der rand. er gehört noch zum etwas, sieht aber beständig in das nichts, eine grenzwache der materie. das nichts hat keine grenzwache: während den molekülen am rande eines lochs schwindlig wird, weil sie in das loch sehen, wird den molekülen des lochs… festlig? dafür gibt es kein wort. denn unsre sprache ist von den etwas-leuten gemacht; die loch-leute sprechen ihre eigne.

das loch ist statisch; löcher auf reisen gibt es nicht. fast nicht.

löcher, die sich vermählen, werden ein eines, einer der sonderbarsten vorgänge unter denen, die sich nicht denken lassen. trenne die scheidewand zwischen zwei löchern: gehört dann der rechte rand zum linken loch? oder der linke zum rechten? oder jeder zu sich? oder beide zu beiden? meine sorgen möcht ich haben.

wenn ein loch zugestopft wird: wo bleibt es dann? drückt es sich seitwärts in die materie? oder läuft es zu einem anderen loch, um ihm sein leid zu klagen – wo bleibt das zugestopfte loch? niemand weiss das: unser wissen hat hier eines.

wo ein ding ist, kann kein anderes sein. wo schon ein loch ist: kann da noch ein anderes sein?

und warum gibt es keine halben löcher-?

manche gegenstände werden durch ein einziges löchlein entwertet; weil an einer stelle von ihnen etwas nicht ist, gilt nun das ganze übrige nichts mehr. beispiele: ein fahrschein, eine jungfrau und ein luftballon.

das ding an sich muss noch gesucht werden; das loch ist schon an sich. wer mit einem bein im loch stäke und mit dem andern bei uns: der allein wäre wahrhaft weise. doch soll dies noch keinem gelongen sein. grössenwahnsinnige behaupten, das loch sei etwas negatives. das ist nicht richtig: der mensch ist ein nicht-loch, und das loch ist das primäre. lochen sie nicht; das loch ist die einzige vorahnung des paradieses, die es hienieden gibt. wenn sie tot sind, werden sie erst merken, was leben ist. verzeihen sie diesen abschnitt; ich hatte nur zwischen dem vorigen stück und dem nächsten ein loch ausfüllen wollen.

es ist wieder die physik, die sich bisher ausführlich mit dem phänomen “loch” beschäftigt hat, z.b. in form von schwarzen löchern, weißen löchern, oder wurmlöchern.

bleibt die frage, was die maus in dem loch sieht – eingang, oder ausgang???