ein weg mit der mathematik richtig geld zu verdienen

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natürlich gibt es verschiedene wege sich mit der mathematik seinen lebensunterhalt zu verdingen. lehrer dürfte hier wohl ein klassisches beispiel sein, erfolgreicher lottospieler ein anderes. ein schon ausgefalleneres mathematisches berufs- bzw. betätigungsfeld dürfte dann wohl die kryptographie sein, in der es um das funktionale verschlüsseln von informationen geht, maßgeblich um vertraulichkeit, integrität, authentizität und verbindlichkeit eben jener informationen und deren erzeugern und nutzern zu erreichen/gewährleisten/erhalten/sichern.

sicher gibt es viele andere wege mit der mathematik (meist eher indirekt, als direkt) geld zu verdienen, es gibt jedoch einen, der besonders direkt und besonders spektakulär ist. reich werden durch rechnen geht heutztage vor allem durch das lösen der millennium-probleme. diese im jahre 2000 durch das clay mathematic institute (cmi) in cambridge festgesetzte liste von bisher ungelösten mathematischen problemen sind nämlich mit einem preisgeld in höhe von je einer million dollar dotiert – also vielmehr ist eine funktionierende lösung eines der probleme mit eben jener summe dotiert. was also sind die probleme (und warum sind sie so schwer?):

1. der beweis der vermutung von birch und swinnerton-dyer, die aussagen zur zahlentheorie auf elliptischen kurven trifft.

2. der beweis der vermutung von hodge, welche die algebraischen topologie nicht-singulärer komplexer algebraischer varietäten und ihrer geometrie verbindet.

3. analyse von existenz und regularität von lösungen der dreidimensionalen inkompressiblen navier-stokes-gleichungen, welche die strömung in newtonschen flüssigkeiten und gasen beschreiben.

4.die lösung des p-np-problems – einem problem, dass auch in der theoretischen informatik besteht – und versucht die beziehung der beiden komplexitätsklassen p und np zu beschreiben.

5. der beweis der poincaré-vermutung – die lange als das bedeutenste ungelöste problem im mathematischen teilgebiet der topologie galt (die topologie untersucht die eigenschaften geometrischer körper, also topologischer räume, die durch bestimmte verformungen wie dehnen, stauchen, verbiegen, verzerren, verdrillen eines Gegenstands nicht verändert werden).

6. der beweis der riemannschen vermutung, einer annahme über die nullstellen der riemannschen zetafunktion.

7. die erforschung der gleichungen von yang-mills, die starke und schwache Wechselwirkung beschreiben.

bisher gelang tatsächlich nur die lösung eines der sieben probleme – 2002 löste der russische mathematiker grigori jakowlewitsch perelman eben jene poincaré-vermutung. für diese leistung sollte perelman 2006 die fields-medaille verliehen werden und im jahre 2010 sollte ihm der millennium-preis zugesprochen werden. beides lehnte er ab. insofern ist noch genügend arbeit und betätigungsraum für jene, die sich selbst beteiligen wollen – natürlich unter einhaltung der regeln.

wem dieser blogbeitrag absolut überhaupt nichts sagt, dem bleibt (wie auch mir) schlussendlich noch die erkenntnis, dass es zu manchen dingen wohl nie eine logisch nachvollziehbare, numerisch strukturierte lösung geben wird – egal wie hoch das preisgeld auch sein mag.